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Die Tore der Welt

EUR 22,50


18 lange Jahre hat Ken Folletts nicht eben kleine Fan-Gemeinde auf eine Fortsetzung seines Bestsellers Die Säulen der Erde warten müssen. Lange hat sich der Autor geziert, bis er dem Bitten des Publikums und der Verlage endlich nachgab und sich für einen Vorschuss von immerhin 49 Millionen Euro an die Arbeit machte. Und schon nach ein paar der stattlichen 1.300 Seiten von Die Tore der Welt weiß man: Für die Verlage hat sich dieser Vertrauensbonus ebenso gelohnt wie für die Leser das Warten. 200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris‘ Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann... Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de

Es hat mir gefallen - Als ich hörte, es gibt eine Fortsetzung zu Die Säulen der Erde hat es mich sehr gefreut. Natürlich habe ich es gleich gekauft und mich ans lesen begeben. Ehrlich gesagt, es war nicht ganz so fesselnd wie Die S... , aber auch hier lebt und leidet man wieder mal mit den Personen.

und wieder ruft das Mittelalter... - Endlich ein neuer Follett, endlich ein Folgeroman zu seinem großen Erfolg die Säulen der Erde, welches ich regelrecht verschlungen habe. Follett beschreibt nun das Leben mehrerer Personen etwa 200 Jahre nach dem Bau der Kathedrale in die Säulen der Erde. Leider, und damit muss ich meinen Vorschreibern recht geben, fehlt in diesem Werk ein roter Faden, an dem der Leser sich durch die fast 1300 Seiten des Buches hangeln kann. Es gibt mehrere Nebenschauplätze (Florenz, Wigleigh, die neue Brücke, Shiring), aber es wirkt alles etwas zu sehr zusammengewürfelt. Auch die Personen werden immer extra betrachtet (Wulfric/Gwenda, Caris/Merthin, Ralph), was meiner Meinung nach den Spannungsbogen immer wieder etwas abflachen lässt. An der Qualität der Geschichte und der historischen Ereignisse kann man nicht zweifeln: eins a recherchiert und umgesetzt! Und das hat mich eigentlich an diesem Roman am meisten erfreut: die Darstellung der damaligen Verhältnisse, des damaligen Rechts und des riesigen Einflusses der Kirche auf das Leben. Unglaublich.Dafür gibt es 4 Punkte (und die Hoffnung, auf einen dritten Kingsbridge-Teil nicht wieder 18 Jahre warten zu müssen). Empfehlung!

Kein Meisterwerk - Okay, die Tore der Welt lesen sich ganz fesselnd, jedenfalls in der ersten Hälfte, (und die zweite hält man auch noch durch, obwohl da weniger absolut mehr gewesen wäre), aber herausragend finde ich das Buch in keiner Weise. Vor allem mit der historischen Authenzität ist es absolut merkwürdig bestellt. In den Details ist das Buch wirklich hervorragend recherchiert, in den großen Zusammenhängen oft hanebüchen und voller Unwahrscheinlichkeiten. Das gilt ganz besonders für Caris Klosterkarriere. Ich bin nicht genau über die historische Faktenlage informiert: Aber wenn es damals überhaupt möglich war, ein Kloster wieder auf offiziellem Wege zu verlassen, dann war das mit Sicherheit eine absolute Ausnahme, für die man viel Vitamin B brauchte und über die letztendlich nur der Papst entscheiden konnte. Ganz sicher konnte einen nicht gerade mal eben der Ortsbischof von den ewigen Gelübden entbinden. Aber noch ärgerlicher als diese Lässigkeit mit den historischen Tatsachen finde ich, dass Follet seine eigene Linie nicht ernst nimmt. Am Anfang, als Caris noch Novizin ist (und da konnte man auch im 14. Jahrhundert ohne große Umstände wieder austreten) tut Merthin als wäre sie damit unweigerlich auf ewig für ihn verloren. Später als sie dann nicht nur die ewigen Gelübde abgelegt hat, sondern sogar als Äbtissin eine herausragende, öffentliche Stellung hat, hängt es dann angeblich nur noch von ihrem persönlichen Willen ab, ob sie bleibt oder austritt. Auch dass der Nobody Philemon noch nach dem Tod seines Mentors unaufhaltsam Karriere macht, passt schlecht ins 14. Jahrhundert mit seinen Standesschranken. Meiner Meinung nach sind weder die Story noch die Figuren wirklich lebendig und in sich stimmig, sondern auf Effekt getrimmt. Und damit wird das Buch trotz guter Details zur Massenware.

Ein Meisterwerk - Was für ein Werk! Wunderbar, Phantastisch, mir gehen die Worte aus. Habe nicht mehr aufgehört zu lesen, obwohl ich gedacht habe, ich brauche für dieses umfangreiche Buch den ganzen Herbst/Winter, bin ich nach einer Woche damit fertig geworden. Ich bin so etwas von begeistert gewesen, dass ich eigentlich wieder von vorne anfangen wollte zu lesen.Und das nach so langer Zeit des Wartens, ... einfach ein Meisterwerk!

Langweilig, unerträglich und oberflächig - Ich möchte mich den anderen 1 Sternbewertern anschließen. Ich hatte es als Hörbuch und muss sagen, mit jeder CD mehr habe ich Teile übersprungen. Ewig gleiche Handlungsmuster, keiner lernt dazu sondern man fällt immer wieder auf die gleichen Leute rein, viel zu lang die Hälfte hätte gelangt und die dann doch sehr ausgefeilten Beschreibungen der einzelnen Sexhandlungen nerven. Besonders wenn Worte wie f...... genannt werden. Keine Ahnung ob man früher schon solch ein Vokabular benutzt hat.Das Geld war es absolut nicht wert. Empfehlen jeden, lieber erstmal ausleihen bevor man es kauft.




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